Neumarkter Unternehmen Max Bögl baut Projekt der Atmira-Gruppe – Gewerbegebiet ist damit fast vollständig belegt

Die Atmira-Gruppe realisiert den vierten Bauabschnitt im Internationalen Logistikzentrum (ILZ) in Stotternheim. Das im Norden der Landeshauptstadt Erfurt, in deren Ortsteil Ilversgehofen sich unser Denkmalobjekt „Stollberghöfe – BA III“ befindet (https://bit.ly/3kH8yfy), in dem nur noch acht Wohnungen frei sind, gelegene Grundstück mit ca. 255.000 Quadratmetern Fläche wurde im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans entwickelt und bildet den Abschluss des Gewerbegebiets, das nunmehr fast vollständig belegt ist.

„Die Thüringer Landeshauptstadt ist durch die herausragende Lage in der Mitte Deutschlands und die direkte Autobahnanbindung prädestiniert für Logistikunternehmen. Umso mehr freut es uns, dass das Internationale Logistikzentrum um eine große Ansiedlung erweitert wird“, so Oberbürgermeister Andreas Bausewein zum Spatenstich Ende Mai.

Die Attraktivität des Standortes habe in den zurückliegenden Jahren zu zahlreichen Ansiedlungen aus dieser Branche geführt. Die dafür vorgesehenen Flächen seien nunmehr fast erschöpft. „Erfurt besticht aber nicht nur als Logistikstandort, sondern definiert sich durch einen gesunden Branchenmix, der den Wirtschaftsstandort Erfurt auszeichnet“, so dass Stadtoberhaupt.

Atmira konnte das Projekt bereits vor Baubeginn langfristig an einen Mieter vermieten. Über die Einzelheiten des Mietvertrages wurde Stillschweigen vereinbart. Zuständig für die Errichtung dieses hochmodernen Gebäudes ist die Baufirma Max Bögl aus Neumarkt als Generalunternehmer. Max Bögl ist spezialisiert auf Green Buildings mit einem hohen Anteil an Vorfertigung in den eigenen Werken.

„Bedingt durch die Unabhängigkeit von den üblichen Einflüssen auf der Baustelle wie Wetter und Verarbeitungstemperaturen können wir die sehr hohen Anforderungen der Atmira an Geschwindigkeit des Projektes und Exaktheit der Bauteile sehr gut erfüllen“ betont Johann Braun, Vorstand von Max Bögl.

Doch der Bauherr legt auch besonderen Wert auf die Nachhaltigkeit der Gebäude. So stellt Patrick Stelzer, Geschäftsführer der ATMIRA und Architekt fest: „Alle unsere Logistikprojekte werden nach den hohen Maßstäben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Prädikat Gold zertifiziert. Hierbei müssen bereits in der Planungsphase die Auswirkungen unserer Bauvorhaben auf die Umwelt reduziert werden. Weitere positive Aspekte wie z. B. ein Gründach zur Retention von Wasser und eine Photovoltaik-Anlage zur lokalen Erzeugung eines wesentlichen Anteils des Stroms für den Gebäudebetrieb gehören für uns dazu.“

Hervorzuheben ist auch die intensive Abstimmung mit der Stadt Erfurt bezüglich der für die Nachbarn wesentlichen Themen. „Wir wissen, dass große Projekte oft mit Argwohn betrachtet werden. Das verstehen wir und versuchen, auch für die Bürger zusätzliche Aspekte zu integrieren. In Stotternheim werden wir gemeinsam mit den Vertretern des Ortsteils ein Konzept entwickeln, um eine Grünfläche von über 12.000 Quadratmetern für alle zugänglich zu machen. Wir stellen uns hier einen Naturpfad mit Schwerpunkt Wildbienen vor. Schließlich sind Bienen für über 70 Prozent unserer Ernährung unverzichtbar“, erläutert Tim Wiesener, als Geschäftsführer der Atmira-Gruppe für die Konzeption der Projekte verantwortlich.

Auf dem angrenzenden restlichen Grundstücksteil wird durch das Unternehmen bereits seit letztem Jahr ein neuer Standort für einen der größten Logistikdienstleister Deutschlands errichtet. Das Objekt mit ca. 50.000 Quadratmetern Mietfläche wird Ende 2022 fertiggestellt und an den Mieter übergeben. Auch hier werden die hohen Standards des Projektentwicklers umgesetzt: Von einer Green Building-Zertifizierung nach DGNB Gold über die intensive Beschäftigung mit der Gestaltung der Grünflächen bis zur Abstimmung von Maßnahmen zur Erhaltung des natürlichen Habitats von Pflanzen und Tieren reicht hier die Palette.

Auch für die Nutzer wird es Annehmlichkeiten geben, die noch längst kein Standard bei anderen Gewerbeparks sind. Die bei der Atmira übliche Truckerlounge mit Aufenthaltsraum, Versorgungsstation und Duschen gehört genauso dazu wie eine auf dem Grundstück eingeplante Rückstauzone für die LKWs (Text/Fotos: RMC/Stadt Erfurt).

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