Übersicht

Objektart

Spezial

Objekt ID

Kategorie

Status

Baujahr

Grundfläche

Hausfläche

Standort

Preis

Mehrfamilienhaus

Bestand

1405

ETW zum Verkauf

verfügbar

um 1981

49,50 bis 67,03 m²

2778,46 m²

Halle an der Saale

89.000 bis 120.500 Euro

Objektart

Spezial

Objekt ID

Kategorie

Status

Baujahr

Grundfläche

Hausfläche

Standort

Preis

Mehrfamilienhaus

Bestand

1405

ETW zum Verkauf

verfügbar

um 1981

49,50 bis 67,03 m²

2778,46 m²

Halle an der Saale

89.000 bis 120.500 Euro qm

Ausstattung

Balkon
Parkett
Gartenanteil
Terrasse
Fahrradstellplätze
Moderne Elektrotechnik
Wärmedämmverbundsystem
Pro Wohnung ein Kellerabteil
Begrünte Außenanlage
Stellplatz
Moderne Fliesen

Grundrisse

Galerie

Standortbeschreibung

Lage im Stadtteil „Silberhöhe“:

Rein praktisch gesehen, sind Plattenbaugebäuden sparsam und durchaus auch nachhaltig. Vor allem, wenn sie entsprechend modern saniert und mit einem ansprechendem Design ausgestattet sind. So geschehen bei unserem 1981 erbauten Objekt in der Roßlauer Straße 1 bis 4 im aufstrebenden Stadtteil „Silberhöhe“. Hier sind in den letzten Jahren sowohl Behaglichkeit als auch innerer Wohnkomfort entstanden. Durch die verschiedenen Umbaumaßnahmen, wie beispielsweise 1996 die Versiegelung der Vordächer, 2018 die Erneuerung der Leitungen oder 2020 die Fassadenreinigung und deren Farberneuerung, wurden perfekt abgestimmte Wege gefunden, um Energie zu sparen und die in die Jahre gekommenen Gebäude den heutigen Anforderungen anzupassen. Das Resultat, das sich sehen lassen: attraktive Lebens- und Wohnräume! Das fünfgeschossige Gebäude liegt in einer inzwischen sehr beliebten Wohngegend. Die Mehrfamilienhäuser mit vier voneinander getrennten Eingängen und 27 vermieteten Bestandswohnungen, die – wie erwähnt – bereits zum Teil modernisiert worden sind und bei erneutem Mieterwechsel wiederum saniert werden, bieten hohen Komfort. Jede Wohnung umfasst jeweils drei Zimmer, eine Küche und ein Bad. Sie sind jeweils von 49,50 bis 67,03 Quadratmeter groß und somit optimal für junge Familien oder für Paare geeignet. Die gesamte Wohnfläche beläuft sich auf 2778,46 Quadratmeter, die Kaltmiete beträgt pro Quadratmeter 5,50 Euro. Die Mietgarantie ist dabei auf drei Jahre festgeschrieben und der Kaufpreis von 89.000 bis 120.500 Euro je Wohnung kann sich für einen aufstrebenden und naturnahen Stadtteil durchaus sehen lassen
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Der Stadtteil „Silberhöhe“:

Die Stadt Halle (Saale) unterliegt einem ständigen Wandel: Der langjährige Transformations- und Schrumpfungsprozess ist gestoppt und sie befindet sich wieder in einer stabilen Entwicklungsphase mit künftigen Wachstumspotenzialen. Unterstrichen wird dies durch die Tatsache, dass vor allem in letzten Jahren die Geburtenzahlen konstant bleiben und der Trend der Haushaltsverkleinerung zum Stillstand kam. Die Einwohnerzahl Halles wird nach der neuen Landesprognose bis 2023 auf über 240.000 Einwohnerinnen und Einwohner ansteigen. Eine Entwicklung, die sich auch im Stadtteil „Silberhöhe“ widerspiegelt, wo Ende 2019 12.432 Menschen lebten. Die Siedlung „Silberhöhe“ wurde im Süden der Stadt Halle auf dem Saale-Elster-Plateau errichtet und wird durch den weitläufigen Landschaftsraum der Saale-Elster-Aue, das historisch gewachsene Stadtviertel Beesen und die Stadtviertel Böllberg/Wörmlitz eingerahmt. Die Großwohnsiedlung „Silberhöhe“ wurde als Gesamtensemble in der Zeit zwischen 1979 und 198 als zweitgrößte Wohnsiedlung nach Halle-Neustadt für die Arbeiter der Chemiewerke Buna und Leuna errichtet. In diesem Zeitraum entstanden rund 15.000 Wohneinheiten in industrieller Plattenbauweise, in denen bis zu 39.000 Menschen Wohn- und Lebensraum fanden. Aufgrund der kurzen Entstehungszeit und der homogen Bau- und Nutzungsstruktur ist die Silberhöhe als Großwohnsiedlung trotz des Wohnungsrückbaus der vergangenen Jahre auch heute noch unverkennbar im Stadtgrundriss abzulesen. Sie unterscheidet sich deutlich von den historisch gewachsenen Stadtteilen wie der Alt- und Innenstadt. Von der dörflich geprägten Umgebung setzt sich die Großwohnsiedlung „Silberhöhe“ durch ihre Bau- und Höhenstruktur ab. Diese Kombination aus der räumlichen Trennung vom restlichen Gebiet und der sehr guten Lagegunst ergibt eine attraktive Stadtteilgegend, die sich in Aufbruchsstimmung befindet. Der Stadtteil verfügt durch seine Lage am südlichen Stadtrand über eine Lagegunst zum Natur- und Landschaftsraum. Südlich der „Silberhöhe“ verläuft die Saale-/Elsteraue. Die Saaleaue erstreckt sich stadteinwärts als ein Band von Nord nach Süd nahezu zentral durch die Stadt und nimmt ca. 5,6 Prozent der Fläche des Stadtgebietes von Halle ein. Damit zählt sie neben der Dölauer Heide zum wichtigsten zusammenhängenden, innerstädtischen Freiraumsystem im Stadtgebiet. Neben ihrer Erholungsfunktion hat die Aue vor allem eine wesentliche Bedeutung für das innerstädtische Biotopverbundsystem und leistet einen wichtigen Teil zur Verbesserung des Stadtklimas. Das Kernstück der stadtteilbezogenen Freiraumstruktur der „Silberhöhe“ bildet der zentrale Grünzug – der Stadtteilpark. Er zieht sich vom Stadtteilzentrum in Norden bis zum Hohen Ufer nach Süden und ist durch die Ost-West-Verbindung bereits teilweise mit weiteren Erholungsgeboten vernetzt. Die insbesondere durch Abwanderung verursachten großen Einwohnerverluste seit Mitte der 90er Jahre führten zu einem hohen Wohnungsleerstand. Seit 2002 ist die „Silberhöhe“ ein Fördergebiet im Rahmen des Programms Stadtumbau Ost. Zielsetzung ist bei einer deutlichen Reduzierung des Wohnungsbestandes die Aufwertung und Entwicklung zu einer „Waldstadt“. Dazu wurde die Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ wurde ins Leben gerufen. Für die Stadtteile Neustadt und auch „Silberhöhe“ hat die Stadt Halle bereits seit dem Jahr 2001 erstmals Städtebaufördermittel aus dem Programm beantragt. Im Jahr 2017 beschloss der Stadtrat die erste Fortschreibung des Handlungskonzeptes für den Stadtteil „Silberhöhe“ bis zum Jahr 2030. Ziel dieser Fortschreibung ist, der „Silberhöhe“ als attraktiven Wohnstandort mit vielfältigen Quartierszentren, aktivem Stadtteilleben, Freiraum- und Spielangeboten zu stabilisieren und zu stärken. Dazu gehört neben der Etablierung eines Quartiermanagements und der Durchführung weiterer assozierter Förderprogramme, auch die weitere Stärkung der räumliche Verzahnung und Vernetzung des Stadtteiles mit der Umgebung und den angrenzenden Ortslagen und Stadtteilen. Mit der gesamtstädtischen Entwicklungsstrategie ISEK 2025 soll auch die „Silberhöhe“ als ein attraktiver, vielfältiger und nachhaltiger Stadtteil erhalten werden. Die Stadt Halle hat daher für den Stadtteil bereits im Jahr 2001 das Neuordnungskonzept beschlossen. Formuliert wurden darin die zentralen Projekte wie bespielsweise die Einrichtung einer Bürgerservicestelle, Aufwertung des nördlichen Stadtteilzentrums, offener Schulhof „Brühlschule“, Gebietsmanagement und weitere. Insgesamt wurden im Zeitraum von 1998 bis 2006 schon ca. 46,04 Millionen Euro in den Stadtteil investiert. Davon flossen 24,15 Millionen Euro Fördermittel aus den Förderprogrammen „Stadtumbau Ost“, „Städtebauliche Erneuerung großer Wohngebiete“ und „Soziale Stadt“. Nachfolgend sind wichtige geförderte Projekte aufgelistet, die einen Überblick über die Bandbreite geförderter Maßnahmen geben. 1. Wohnverhältnisse, Wohnumfeld, öffentlicher Raum Gebäuderückbau kommunaler Objekte: Mit dem gravierenden Bevölkerungsverlust im Stadtteil wurden verschiedene Schulen und Kindereinrichtungen nicht mehr genutzt und mit Fördermitteln aus den Programmen „Stadtumbau Ost“ und „SozialeStadt“ abgerissen. Im Anschluss wurden auf den Flächen Begrünungen im Kontext des Waldstadtkonzeptes realisiert. Straßenraumgestaltung Karlsruher Allee, Gustav-Staute-Straße: Mit der Nachbesserung der Nebenanlagen in der Karlsruher Allee (Fuß-und Radwege, Alleebäume) konnte die Ringstraße gestalterisch aufgewertet und in ihrer Funktionsfähigkeit verbessert werden. Das gilt analog auch für die Gustav-Staudte-Straße. Hier wurden im Zentrumsbereich Stellplätze nachgerüstet und die Gestaltqualität durch Baumpflanzungen verbessert. Freiflächengestaltung am Hohen Ufer: Im südlichsten Wohngebiet der „Silberhöhe“ erfolgten flächenhaft Rückbauten von Wohn- und Schulgebäuden. Mit Anschluss an die Saale-Elster-Aue konnte auf diesen Flächen durch Aufforstung ein neues Waldgebiet entstehen. Zusätzliche Wegeanbindungen und die Gestaltung eines Aussichtspunktes verbinden das Wohngebiet mit dem Naturraum und leisten damit einen weiteren Beitrag im gesamtstädtischen Erholungssystem. Zwischen den verbliebenen Wohngebäuden und dem Hochufer konnten entlang des öffentlichen Rad- und Fußweges zudem mehrere Spielgeräte nachgerüstet werden, welche Anwohnerinnen und Anwohnern und Erholungssuchenden gleichermaßen zu Gute kommen. 2. Soziale Infrastruktur und Stadtteilkultur „Blauer Elefant“: Der „Blaue Elefant“ ist ein zentral im Stadtteil gelegenes ehemaliges Kita-Gebäude, das heute durch den Deutschen Kinderschutzbund genutzt wird. Durch Sanierungsmaßnahmen an Dach, Fassade und Sanitäranlagen wurde das Gebäude ertüchtigt. Der Kinderschutzbund bietet im Gebäude vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche sowie ein umfangreiches Beratungsangebot für Familien an. Viele Kinder und Jugendliche häufig die Einrichtung, so dass dieses Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse im Quartier liefert. Kiezkneipe/Begegnungsstätte SILVA: Die geförderte Einrichtung einer Kiezkneipe am Anhalter Platz 3 liegt im zentralen Grünzug der „Silberhöhe“. Das Objekt wurde früher als Jugendclub genutzt und stand zum Zeitpunkt der Förderung leer. Das Projekt unter dem Namen Stadtteilbegegnungs- und Kulturstätte SILVA (Lat. Silva =Wald) sollte einem gravierenden Mangel im Stadtteil, dem Fehlen einer zentralen Begegnungsstätte, abhelfen und einem dringenden Wunsch der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen. Das Gebäude wurde zu einer Gasstätte mit 130 Plätzen, Tagungsbereich und Festsaal umgebaut und fungierte gleichzeitig als Jugenderwerbsbetrieb des Gastronomiebetriebes in freier Trägerschaft. Mobiles Spielangebot: Durch einen mobilen Bauwagen wurde eine Alternative zum klassischen Spielplatz geschaffen, der sich der Bevölkerungsentwicklung flexibel anpassen konnte. Das Spielmobil wurde durch Streetworker und Streetworkerinnen betreut und von den Kindern des Stadtteils intensiv genutzt. 3. Integration im Quartier Quartiermanagement und Stadtteilbüro: Eine wesentliche Voraussetzung für einen transparenten Stadterneuerungs- und Umbauprozess war die Einrichtung des Quartiermanagements und des Stadtteilbüros. Die Präsenz vor Ort ermöglichte es Bewohnerinnen und Bewohner direkt anzusprechen, zu aktivieren und in den Planungsprozess mit einzubeziehen. Dieses Instrument hat sich bewährt und ist sowohl von den Akteurinnen und Akteuren als auch von Bewohnerinnen und Bewohnern als fester Bestandteil der Stadtentwicklungsarbeit angenommen. „Forst im Feld: „Forst im Feld“ war ein Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche, durch welches die Abbruchfläche einer ehemaligen Kita in der Theodor-Weber-Straße begrünt und für die weitere Nutzung durch die benachbarte Grundschule Hanoier Straße und Vereine in der Umgebung zur Verfügung gestellt wurde. 4. Ökologie, Umweltschutz und Energieeffizienz Baumpflanzungen auf Abbruchflächen in der Hanoier Straße/am Anhalter Platz: Kernprojekt für die Umsetzung des Leitbildes der Waldstadt „Silberhöhe“ war die Begrünung der großflächigen Rückbauareale. Während in den Randbereichen weitgehend natürlich wachsende Waldflächen entstanden, wurden im Innenbereich mit Schwerpunkt Hanoier Straße und Anhalter Platz überwiegend lichte Baumhaine durch die Bepflanzung mit Starkbäumen geplant. Die Baumhaine entstanden angrenzend an den Grünzug in der Stadtteilmitte, der weiterhin als zentrale Naherholungsfläche mit Möglichkeiten für Spiel undSport dient. Zur Umsetzung der Baumpflanzungen fanden neben Fördermitteln des Programms „Soziale Stadt“ auch Spenden zum Stadtjubiläum 2006 sowie Ausgleichs- und Ersatzgelder Verwendung. 5. Gesundheit, Ernährung und Sport Gestaltung von Freiflächen an der Grundschule Silberwald/Förderschule Janusz Korczak: Der Schulhof der Schule in der Roßlauer/Weißenfelser Straße war stark versiegelt und die Sportanlagen waren verschlissen. Nach dem Umbau fügt sich das begrünte Gelände heute mit öffentlicher Wegeverbindung gut in das Wohnumfeld ein. Der Bolz- und Basketballplatz werden durch ihre Öffnung intensiv genutzt. Sanierung Turnhalle und Außenanlagen an der Grundschule Hanoier Straße: An der zum Erhalt vorgesehenen Grundschule Hanoier Straße wurden die Sportanlagen saniert und erweitert und gleichzeitig Ersatz für die Sportanlagen im Abbruchgebiet „Am Hohen Ufer“ geschaffen. Die Sportanlagen an der Grundschule Hanoier Straße waren mit dem Schulsport nicht ausgelastet und konnten so in größerem Umfang Vereinen und Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils zur Verfügung gestellt werden. 6. Schule und Bildung Internetcafé: In den Räumen der Jugendfreizeiteinrichtung „Bäumchen“ konnte mit der Einrichtung von Computerarbeitsplätzen ein Internetcafé als Angebot für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil installiert werden. Personal- Sach- und Verwaltungskosten übernahm der SKV Kindertages-und Jugendeinrichtungen gGmbH. Schülercafés: In Schulen, wie z.B. in der Rosslauer Straße wurden Schülercafés als Projekte gemeinsamer Verantwortung eingerichtet. Damit wurden Kommunikationsbereiche geschaffen, die die Schülerinnen und Schüler selbst betreiben. 7. Imageverbesserung Kunstprojekte: Im Zusammenhang mit dem Rückbau der Wohngebäude und dem Wachsen der Waldstadt war die „Silberhöhe“ Ort künstlerischer Wettbewerbe. Spur der Steine/Grabungsstädte: Spur der Steine war ein vom Künstler Andreas Freyer initiiertes Kunstsymposium, das die Veränderungen, Probleme und Zukunftsvisionen der Akteurinnen und Akteure vor Ort künstlerisch reflektieren sollte. Dazu wurden Projektideen erarbeitet, die der Öffentlichkeit in Ausstellungen präsentiert und anschließend zum Teil umgesetzt wurden. Inhalt der 2005 realisierten „Grabungsstädte“ von Dagmar Schmidt war es, Spuren der Erinnerung des Wohnens in Gebäuden des Industriellen Wohnungsbaus zu erhalten und einen museal und real nutzbaren Raum zu schaffen. Hierzu hat die Wohnungsgenossenschaft Frohe Zukunft eG eine zum Abriss vorgesehene Häuserzeile in der Erich-Kästner-Straße zur Verfügung gestellt, die als Bodenskulptur und Museum im Freien genutzt wurde. Im Kellergeschoss wurde ein nach oben offenes Normalgeschoss abgebildet und mit zeitgemäßen Möbeln aus Beton ausgestattet. Das Projekt wurde 2006 mit dem „mfi Preis Kunst am Bau“ ausgezeichnet. Holzbauersymposium „8 Türme“: Im Rahmen dieses internationalen Symposiums wurden vor Ort Holzplastiken geschaffen, die 2008 im zentralen Grünzug zwischen Jessener Straße und Anhalter Platz aufgestellt wurden. Die 8 Bildhauer aus Rumänien, Japan, Bulgarien, Kanada und Deutschland waren im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählt worden, an der sich insgesamt 160 Künstlerinnen und Künstler aus 32 Ländern beteiligt. Zusammenfassend gilt: Das wichtigste Ziel der Städtebauförderprogramme „Soziale Stadt“ und „Stadtumbau Ost“ war es, der „Silberhöhe“ ein neues Leitbild zu geben, damit dieser Stadtteil trotz des massiven Bevölkerungsverlusts zu einem stabilen und nachhaltigen Quartier entwickelt werden kann. Ein Unterfangen, das durchaus als „mehr als gelungen“ bezeichnet werden kann. Zumal aufbauend auf der Förderkulisse weitere Förder- und Drittmittel für soziale und kleine Projekte innerhalb des Stadtteils akquiriert wurden und immer noch werden. Diese Begleitprogramme ermöglichten es, dass einige Projekte auch nachhaltig sichtbar bleiben. Die „Silberhöhe“ hat durch den starken Wandel und die Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen einen mehr als positiven Imagewandel in allen Bereichen erfahren, der sich auch heute noch fortsetzt – Aufbruchsstimmung pur!
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Die Stadt Halle:

„Zeit nehmen und genau hinschauen“ – so lautet die Devise der Stadt Halle. Die über 1.200 Jahre alte Kultur- und Wissenschaftsstadt an der Saale bietet ihren Besuchern viele Kultur-Highlights. Mit 239.717 Einwohnern (Stand: Dezember 2020) ist Halle die größte Stadt – noch vor Magdeburg – und gleichzeitig auch Kulturhauptstadt Sachsen-Anhalts. Ihre Entstehung verdankt die Stadt dem Salz. Der Name stammt vom keltischen „Hall“ ab, was so viel wie „Stätte der Salzbereitung“ bedeutet. Im Mittelalter bildeten die Salzquellen die Grundlage für den Reichtum der Stadt. Die älteste Brüderschaft der Welt, die „Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle“, siedet nach alter Tradition bis heute das Salz auf der ehemaligen „Königlichen Saline“. Halle verfügt über eine nahezu unzerstörte historische Altstadt mit restaurierten Bürgerhäusern, alten Gotteshäusern, Parks bunten Kneipenmeilen sowie malerischen Flecken entlang der Saale. Mit der Burgruine Giebichenstein und dem Landeskunstmuseum Stiftung Moritzburg stehen in Halle zugleich die älteste und die jüngste Burg an der Saale. Die ehemalige Waisen- und Schulanstalt der Franckeschen Stiftungen bildet heute einen Kultur- und Wissenschaftskosmos europäischen Ranges. Als größtes Fachwerksensemble Europas beherbergen die Stiftungen eine einmalige Kunst- und Naturalienkammer sowie eine barocken Kulissenbibliothek und sind u.a. Heimstätte für den ältesten weltlichen Knabenchor Deutschlands – den „Stadtsingechor zu Halle“. In der Marktkirche sind die Original-Totenmaske des Reformators Martin Luther und die Abdrücke seiner Hände ausgestellt. Die benachbarte Marienbibliothek gilt als die älteste evangelische Kirchenbibliothek Deutschlands und beherbergt wertvolle Unikate und Handschriften aus der Reformation. Halle ist eine Stadt der Musik, des Schauspiels und der Kunst. Die Internationalen Händel-Festspiele, fünf Theater- und Opernbühnen, die Staatskapelle, mehr als 60 Kultureinrichtungen mit zahlreichen Galerien und Künstlertreffs ziehen Tausende Besucher in ihren Bann. Und Halle ist Sitz der traditionsreichen, über 500 Jahre alten Martin-Luther-Universität, der Bundeskulturstiftung sowie der Leopoldina – der einzig Nationalen Akademie der Naturforscher. Auch die berühmte, 3.600 Jahre alte Himmelsscheibe zu Nebra, eine der wichtigsten Funde aus der Bronzezeit, ist in Halle zuhause. Halle verführt mit der Chocolatiers-Kunst aus der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands, der Halloren Schokoladenfabrik. Die Stadt gab und gibt sich in den letzten Jahren auch ein neues Kleid. Dies gilt nicht nur für die Sanierung der Gebäudesubstanz, wo man den Fortschritten der letzten Jahre auf Schritt und Tritt begegnet. Die Einwohnerentwicklung ist dabei einer von vielen Einflussfaktoren auf die Stadtentwicklung. Seit 2010 ist ein Zuwachs der Einwohnerzahlen zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist vor allem auf Zuwanderungsgewinne zurückzuführen. Hierbei spielen die stetig gestiegenen Studierendenzahlen an den Hochschulen der Stadt eine herausragende Rolle. Die hohe Dynamik der Einwohnerentwicklung wirkt sich auf alle Bereiche des städtischen Lebens aus. Sie stellt hohe Anforderungen unter anderem an die Entwicklung und Anpassung des Bedarfes an Wohnraum, Schulen, Kindertagesstätten, Einkaufsmöglichkeiten, kulturellen Einrichtungen, technischer Infrastruktur und Verkehrsinfrastruktur. Die Stadt Halle hat mit älteren Stadtentwicklungskonzepten aus den Jahren 2001 und 2007 auf den starken Bevölkerungsrückgang reagiert, um die gesamtstädtische Identität zu erhalten und eine nachhaltige Stadtstruktur zu entwickeln. In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für die Stadtentwicklung verändert. Das „ISEK Halle 2025“ zeigt auf, wo und in welchem Umfang neue Schwerpunkte für die weitere Gestaltung unserer Stadt bis zum Jahr 2025 zu definieren sind. Mit dem neuen „Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Halle 2025“ reagiert die Stadt auf Herausforderungen wie demografischer Wandel, Klimaschutz und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Denn der Wirtschaftsraum Halle/Leipzig ist nach Berlin der zweitgrößte in Ostdeutschland und gehört zu den TOP 10 der Invest-Regionen Deutschlands. Der Dreiklang aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft ist die Basis für den Erfolg der Händelstadt. Im 50-Kilometer-Radius leben und arbeiten hier über 1,7 Millionen Menschen. Halles Leistungsstärke zeigt sich mit einer flexiblen, anpassungsstarken Wirtschaftsentwicklung, die von einer hochmodernen Infrastruktur und Verbindungen zu wichtigen europäischen Metropolen und Wirtschaftszentren profitiert. Als einwohnerstärkste Stadt Sachsen-Anhalts ist Halle (Saale) Mitglied der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Jährlich studieren an drei Hochschulen ca. 22.000 Studenten in den Geistes-, Natur-, Bio-, Nano-, Erziehungs- und Ingenieurwissenschaften. Zudem ist Halle (Saale) auch für seine Innovationen in den modernen Künsten und dem Design sowie für verschiedene Musikwissenschaften bekannt. Der Star Park A14 ist ideal konfektioniert für große und mittlere Technologie-, Logistik- und Industrieansiedlungen: 230 Hektar vollerschlossene Premium-Fläche mit maximaler Baufreiheit und Rundum-Service. Der Weinberg Campus gehört mit fast 134 Hektar Gesamtfläche zu den Top 10 der deutschen Technologieparks und ist der größte seiner Art in Mitteldeutschland. Im Stadtraum Riebeckplatz liegt das Entwicklungspotenzial des größten Verkehrsknotenpunktes Ostdeutschlands in Büro, Hotel, Handel und Wohneinheiten. Hier finden Gründer und Unternehmen auf fast 40.000 Quadratmetern 1-A-Flächen. Zusammenfassend gilt also: Die Händelstadt besticht mit einer lebendigen traditionellen wie modernen Kultur- und Kunstszene. Theaterbühnen, Oper, Galerien, Kleinkunst, Museen, Cafés, Bars, Restaurants, Szene-Kneipen und Diskotheken – die ideale Vielfalt für die perfekte Work-Life-Balance. Halle (Saale) hat sich als Stadt für aktive Menschen aller Generationen, als besonderer Standort für Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft positioniert – eine Stadt für Visionäre zum Leben, Arbeiten und Wohlfühlen (Fotos, Pläne: RMC – Rendite Management Concept GmbH/Stadt Halle).
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